Neues „Abfalltrenn-Fahrzeug“ übergeben

Allgemein - 08.06.2018

Was kommt eigentlich in die Abfalltonne mit dem braunen Deckel? Und in die mit dem blauen? Und was werfe ich eigentlich alles in den Hausmüll? Darum ging es jetzt bei einem Projekt zur Abfalltrennung in der Evangelischen Grundschule Nordhausen. Der Bereich Abfallwirtschaft des Landkreises Nordhausen hat gemeinsam mit den Südharzwerken Nordhausen und der Agentur plusgrad seit gut einem halben Jahr intensiv an diesem neuem Projekt zur Abfalltrennung für Schulen und weiteren Einrichtungen für Kinder und Jugendliche gearbeitet. „Die Abfalltrennung hat in den Schulen einen ganz unterschiedlichen Stellenwert“, sagte Kathrin Materlik, Leiterin des Fachgebiets Abfallwirtschaft im Landratsamt. „In vielen Schulen werden sämtliche Abfälle vorbildlich getrennt, in anderen Schulen gibt es noch Nachholbedarf.“ Dabei soll auch ein neuer „Mülltrenner“ helfen.

Die Idee, eine neue Abfalltrennstation zu entwerfen, hatten Schüler aus Wolkramshausen, die sich im vergangenen Jahr mit dem Thema beschäftigt haben. Das Ergebnis aller Überlegungen ist eine neue Station in Form eines Müllfahrzeugs, um damit Rest-, Bio- und Verpackungsabfälle aus Kunststoff sowie Papier und Pappe getrennt zu sammeln und zu entsorgen. Den „Prototyp“ haben jetzt der Landkreis, die Südharzwerke und die Agentur plusgrad, die die Station gestaltet hat, an die Evangelische Grundschule übergeben - verbunden mit einem Projekttag zu richtigen Abfalltrennung mit rund 100 Schülern. Dabei sortierten die Kinder Abfälle, die im Schulalltag anfallen, mit Greifern oder Handschuhen. Eine Gruppe hat spontan eine Sammelaktion auf dem Außengelände gestartet, wo auch so einiges zusammenkam. Außerdem beklebten die Schüler sämtliche Abfallbehälter im Schulhaus mit passenden Aufklebern und auch der Weg zur Trennstation ist mit Fußbodenaufklebern gekennzeichnet, was den Kindern sichtlich Spaß machte. Natürlich ist auch wieder ein echtes Abfallsammelfahrzeug bis auf den Schulhof gefahren. „Während das „Müllsortieren“ in den Klassenräumen schon sehr gut funktionierte, gab es außerhalb der Klassenräume und auf dem Schulgelände noch Verbesserungsbedarf. Nun ist das Thema ganzheitlich auf dem gesamten Schulgelände umgesetzt“, freute sich Kathrin Materlik. Die Schule wird ihre neue Abfalltrennstation jetzt auf ihre Alltagstauglichkeit hin austesten, damit sie dann den letzten Feinschliff bekommen kann, beispielsweise zur Form der Einwurfschächte.

Wer jetzt auch Interesse an einem solchen „Abfalltrenn-Fahrzeug“ hat, kann sich an das  Fachgebiet Abfallwirtschaft und Deponie im Landratsamt wenden, Ansprechpartnerin ist Kathrin Materlik, Tel. 03631/ 9143110 oder per E-Mail an abfall(at)lrandh.thueringen.de. Auch Projekttage und einzelne Unterrichtsstunden zum Thema der richtigen Abfalltrennung und -entsorgung bieten das Fachgebiet Abfallwirtschaft mit Unterstützung des Kommunalen Entsorgungsunternehmens Südharzwerke an und beraten die Schulen auch bei der Umsetzung. In weiterführenden Schulen können auch Seminararbeiten oder einzelne Schülergruppen betreut werden, die gern die Abfalltrennung in ihrer Schule verbessern wollen.


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